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Was ist bei einem Providerwechsel zu beachten
 

Allgemeines

Das nachfolgende Dokument gibt Auskunft über Arbeiten und Vorkehrungen, welche bei einem Providerwechsel vorgenommen werden müssen. Die Angaben beziehen sich in erster Linie auf einen Providerwechsel zu IP-Plus, gelten aber sinngemäss auch bei einem Wechsel von IP-Plus zu einem anderen Provider.

 

IP-Adressen

Bei einem Providerwechsel gilt es folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Welche Art von IP-Adresse habe ich mit dem bisherigen Provider im Einsatz?

    a)RFC1918 (Private Adressen)
    b)PA (Provider Aggregated) Adressen
     b1) /24 (C-Class Adresse) oder mehr
     b2) weniger als /24 (z.B. ein Subnet von 64 Adressen)
    c)PI (Provider Independent) Adressen

    Bei a) ist NAT (Network Address Translation) im Gebrauch (z.B. über eine Firewall). In diesem Falle ist keine Umnummerierung nötig.

    Bei b) müssen die Adressen dem bisherigen Provider zurückgegeben werden. Bei b1) können wir während maximal 3 Monaten ein temporäres Routing anbieten. Bei b2) ist ein temporäres Routing nicht möglich.

    Bei c) ist der Kunde "Eigentümer" der IP-Adressen. Diese können von Provider zu Provider mitgenommen werden.

  • Wie kann man herausfinden, ob die IP-Adressen, welche eingesetzt werden, PA oder PI Adressen sind?

    In der RIPE Datenbank (http://www.ripe.net/perl/whois) kann dies wie folgt überprüft werden:

    • T inetnum -r x.x.x.x/24 (dabei ist unter x.x.x.x/24 der benutzte IP-Range einzugeben).
    • Im Statusfeld erscheint entweder Assigned PA oder Assigned PI.
      Bemerkung: Adressblöcke kleiner als /24 (C-Class Adresse) sind immer PA Adressen.
    • Die Zeitdauer um einen neuen Prefix von IP-Adressen im Internet sichtbar zu machen, liegt bei ca. 3 Minuten. Da aber evtl. gewisse Filter von Hand angepasst werden müssen, kann es bis zu 48 Stunden dauern, bevor das Routing global wieder voll funktioniert.

    Ein Providerwechsel ohne Unterbruch ist nicht möglich. Eine gute Planung und Vorbereitung sowie eine gute Koordination zwischen den betroffenen Stellen (früherer Provider, neuer Provider, Kunde) sind wichtig.

 

DNS & Applikationen (z.B. Mailserver)

Im Bereich DNS & Applikationen gilt bei einem Wechsel zu IP-Plus folgendes zu beachten:

  • Domains werden von den IP-Plus Hostmastern vor der Inbetriebnahme des Access konfiguriert.
  • Die Kunden werden informiert, dass die Nameserver bei IP-Plus konfiguriert sind.
  • Die Kunden müssen nun ihre Domain(s) zu IP-Plus delegieren, d.h. die Nameserver für diese Domains bei z.B. Switch od. Network Solutions auf die IP-Plus Nameserver ns1.ip-plus.net und ns2.ip-plus.net ändern. Betreibt der Kunde Services wie z.B. einen Mail- oder Web-Server auf den IP-Adressen des alten Provider, so muss er mitteilen, zu welchem Zeitpunkt diese auf die neuen (IP-Plus) Adressen umgestellt werden sollen.
    Dabei ist zu beachten, dass solche Aenderungen möglichst frühzeitig bekanntzugeben sind, damit bei IP-Plus die entsprechenden TTL (time-to-live) heruntergesetzt werden können. Zum gewünschten Zeitpunkt wird bei IP-Plus die Umkonfiguration durchgeführt. Wurde die Aenderung rechtzeitig angekündigt und die TTL entsprechend reduziert, ist mit Unterbrüchen im Minutenbereich zu rechnen.
  • Bei businesskritischen Systemen wird ein Parallelbetrieb mit den alten und neuen IP-Adressen während einer Uebergangszeit empfohlen.
  • Zukünftige Änderungen oder Neu-Erfassungen für DNS-Einträge können Sie nach der Implementation des IP-Plus Internet Access jederzeit online über https://my.ip-plus.net/nav.de.mpl/dns/admin/ vornehmen.
  • Kunden ohne eigenen Mailserver können für ausgehende Mails den Mail-Server von IP-Plus "mailout.ip-plus.net" verwenden. Kunden mit eigenem Mailserver können dies auch nutzen, jedoch empfehlen wir, die Mails von Ihrem Mailserver direkt zu versenden - ohne weiteres Mailrelay.
    Bitte beachten Sie dazu auch die folgende Information: Wenn Sie Ihre Mails über den IP-Plus Mailserver "mailout.ip-plus.net" versenden, bitten wir Sie, die in Ihrer Firma genutzten Absender-Maildomains via https://my.ip-plus.net/nav.de.mpl/mail/esda/ zu erfassen und damit zu authorisieren. Mit dieser Domain Authorisation können die Maschinen in Ihrem Netz künftig nicht mehr für unerlaubten Massenmailversand (Spam) missbraucht werden, da nur noch von Ihnen vordefinierte und authorisierte Mail-Domains zugelassen werden.
 

Zugangsleitung

Bei einem Providerwechsel (Ausnahme = IP-Plus DSL) wird immer eine neue Zugangsleitung geschaltet. Dies bedingt, dass ein Elektriker mit der In-House Verkabelung beauftragt wird. Die Kosten dafür gehen immer zulasten des Kunden.

 

Routerwechsel

Stellt der Kunde einen eigenen Router zur Verfügung (nur bei IP-Plus Direct Access möglich), gilt es folgende Punkte zu beachten:

  • IP-Plus übernimmt in keinem Fall das Management des Routers (unmanaged Router Service).
  • Wenn es sich beim eingesetzten Router nicht um einen Cisco Router handelt, kommt PPP Encapsulation zum Einsatz. Sonst wird Cisco-HDSL konfiguriert.
  • Die Kunden müssen für die Anschaffung der benötigten Kabel (z.B. X.21 DTE Kabel) selbst besorgt sein.

Wenn der Kunde den bei IP-Plus im Leistungsumfang enthaltenen Router einsetzt, wird der Router-Wechsel (Ablösung) durch IP-Plus vorgenommen.

 

Künden

Es muss daran gedacht werden, dass beim "alten" Provider rechtzeitig gekündigt werden muss. Dabei gilt es, die Mindestvertragsdauern und die Kündigungsfristen zu prüfen und zu berücksichtigen. Dies gilt im besonderen auch beim Wechsel von einem ADSL basierten Anschluss.

 

Sicherheit

Das Internet ist an und für sich ein offenes Netz. IP-Plus legt auf den Schutz und die Sicherheit der Netz- und Server-Komponenten grössten Wert. Es ist aber an den Kunden, für die Sicherheit in ihrem Teil besorgt zu sein. Dies kann z.B. über eine Firewall erreicht werden. IP-Plus und SecurePoP bieten eine Reihe von Produkten an, welche die Sicherheit beim Kunden gewährleisten. Es gelten dabei die Vorgaben und Beschreibungen des SecurePoP Service.

 

Optionen

Mit der Kündigung erlöschen im Normalfall auch die Service Optionen wie z.B. Web-Hosting, Mail, SMS- und/oder Fax-Gateway etc. beim alten Provider. Es muss rechtzeitig geplant und sichergestellt werden, welche Optionen und zusätzlichen Services beim neuen Provider unter welchen Bedingungen bezogen resp. migriert werden können.

 

Spezialfall Internet Access mit ADSL

Im Falle eines Wechsels auf den IP-Plus DSL Service gilt folgendes:

  • Mit seiner Unterschrift auf dem IP-Plus DSL Vertrag bestätigt der Kunde, dass sein ADSL Anschluss vom früheren Provider zu IP-Plus DSL migriert werden darf. IP-Plus liefert einen neuen Router aus.
  • Der Kunde ist für die Kündigung des Anschlusses beim früheren Provider sowie für die Rückgabe von eventuell gelieferter Hardware (Router, ADSL-Modem etc.) selbst zuständig.